Wissenswertes über die Wassertechnik.

Ob Gartenbewässerung oder Brunnenbau: Hier finden Sie einige nützliche Hinweise rund um die Wassertechnik.

Profi-Tipp: Automatische Bewässerung

Eines vorweg: Automatische Gartenbewässerung rechnet sich und macht in jedem modernen und gut gepflegten Garten Sinn – insbesondere auch bei urlaubsbedingter Abwesenheit. Auch bei größeren Rasenflächen in Parks oder gar im Stadion rechnet sich der Einsatz automatischer Systeme. Damit die Pflanzen die benötigte Feuchtigkeit bekommen können, ist es bei der Auswahl der Produkte wichtig, auf hohe Qualität, eine einfache Bedienung und individuelle Einstell-Möglichkeiten zu achten. So lassen sich das ganze Jahr über Wasser und Kosten sparen.

    Profi-Tipp: Brunnenbau

    Sie planen den Bau eines Brunnens? Am Anfang stehen immer die Fragen: Rammbrunnen oder Bohrbrunnen? Selbst anlegen oder anlegen lassen? Die Lösung hängt in erster Linie vom Wasserbedarf und dem Grundwasserstand ab. Ein wichtiges Kriterium bei der Pumpenauswahl ist auch die maximale Saughöhe. Vor allem bei Kreiselpumpen, da hier schon vor Erreichen der theoretisch maximalen geodätischen Saughöhe von 10,33 m Probleme entstehen können. In der Praxis sollte von einer maximalen Saughöhe von 7–8,5 m ausgegangen werden. Liegt der Grundwasserspiegel unter 8 m, bleibt also nur das Brunnenbohren. Eine Wasserförderung ist in diesem Fall dann nur mit einer Tiefbrunnenpumpe möglich. Nicht zuletzt ist die gewünschte Wassermenge mit die Planung einzubeziehen: Wird sehr viel Wasser benötigt und sollen mehrere Regner gleichzeitig betrieben werden, ist ein Bohrbrunnen angemessen. Bei gelegentlicher und eher geringer Wasserentnahme genügt ein Rammbrunnen.

    Rammbrunnen: Ist eine passende Stelle auf dem Grundstück gefunden, erfolgt zunächst eine Bohrung bis zur wasserführenden Schicht. Das dazu erforderliche Werkzeug lässt sich einfach und günstig mieten. Im Anschluss werden der Rammfilter und die Rohre in der Länge des Bohrloches zusammengeschraubt. Achtung: Gewinde immer sorgfältig mit Hanf und Fermit eindichten. Die Rohre müssen in den Muffen zusammenstoßen, um die Gewinde nicht zu beschädigen. Darüber hinaus muss der Schlagkopf immer bis zum Anschlag aufgeschraubt werden. Nach diesem Prinzip wird dann Rohr für Rohr in den Boden geschlagen.

    Bohrbrunnen: Dieser Brunnen wird mit dem Erdbohrer inklusive Verlängerungen komplett per Hand oder mit einem Motor gebohrt. Trifft man auf ein Grundwasser-/ Sandgemisch, kann die Zuhilfenahme eines Plunschers notwendig werden. Auch für diese Arbeiten ist das passende Werkzeug problemlos zu mieten. Während des Plunschens wird gleichzeitig das Brunnenrohr in den Boden eingebracht – dafür ist eine Belastung des Rohrs notwendig. Hierzu empfiehlt sich die Nutzung spezieller Ringe, die mit Gewichten versehen werden. Außerdem ist es ratsam, die ersten Brunnenrohre etwas längs zu schlitzen – so kann das Grundwasser besser nachfließen. Am einfachsten lässt sich dies mit einem Winkelschleifer realisieren. Auch sollten die Rohre mit der Rohrmuffe nach oben zeigend in den Boden eingebracht werden.

    Ein zusätzlicher Tipp: Dimensionieren Sie die Rohre lieber etwas größer (› 120 mm). So besteht zukünftig die Möglichkeit einer flexiblen „Rohr im Rohr“ Erweiterung. Bei der Rohrauswahl sollte – sofern eine Tiefbrunnenpumpe zu Einsatz kommt – auch der Durchmesser der Pumpe berücksichtigt werden. Treffen Sie bei der Bohrarbeit auf Hindernisse wie zum Beispiel Steine, sollten Sie eine neue Stelle für den Brunnen wählen. Ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass sich im Bohrbereich keine Gas-, Elektro- oder Wasserleitungen befinden.

    Sie möchten die Bohrung von einer Fachfirma durchführen lassen? Auch kein Problem: Die Kosten werden üblicherweise nach Meter abgerechnet und hängen zum Teil stark von den Gegebenheiten und Materialaufwand ab – in der Regel sind zwischen 40,- € bis 130,-€ je Meter zu kalkulieren.

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